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Das Projekt „Seitenwechsel“ – Moritz

Nachdem Jan, Miriam und ich die Probezeit erfolgreich überstanden und unseren ersten Urlaub genossen haben, ging es für uns weiter mit dem Projekt „Seitenwechsel“. Dieses Projekt sollte uns einmal eine ganz andere Seite des Berufslebens zeigen, indem traditionell unsere Azubis einige Tage in sozialen Berufen mitarbeiten. Begleitet wurden wir durch die evangelische Altenhilfe in Duisburg.

Am ersten Tag trafen wir uns dann am Seniorenheim in Homberg.
Nach kurzem Kennenlernen mit dem Pflegeteam und Besichtigung des Hauses unterstützen wir die Alltagsbegleiter in ihren Aufgaben. Vormittags machten wir gemeinsam Sport- und Gymnastikübungen mit den Bewohnern des Altenheims. Nachdem wir dann fleißig trainiert hatten, belohnten wir uns mit selbst gemachten Obstsalat! 😉
Schon gleich zeigte sich, dass sich der Beruf als Altenpfleger bzw. Alltagsbegleiter ziemlich zu unseren Aufgaben und Erlebnissen in der Bank unterscheidet, aber dennoch gefiel mir der „neue Job“ sehr gut.

Nach dem Essen bastelten wir dann zusammen mit den Senioren die erste Weihnachtsdeko für Haus und Hof, nachmittags besuchten wir dann die Bewohner auf ihren Zimmern. Wir unterhielten uns viel mit ihnen, erzählten über uns und die Ausbildung und merkten, wie erfreut alle doch waren, sich kennen zu lernen und auszutauschen. Der erste Tag war somit zuende und es war erstaunlich, wie schnell die Zeit verging.

Der zweite Tag startete mit einem gemeinsamen Spaziergang und Einkauf. Natürlich dauerte der Spaziergang etwas länger und wir mussten uns etwas Zeit nehmen, aber es gefiel allen trotz der kalten Temperatur sehr gut. Wieder in der Einrichtung angekommen, wärmten wir uns dann bei einem gemeinsamen Mittagessen auf mit Pflegern und Bewohnern auf. Der letzte Tagespunkt war dann noch ein echtes Highlight: Das gemeinsame Musizieren und Singen! Zugegeben, Schlager und Volksmusik zählen jetzt nicht gerade zu meiner Lieblingsmusik, aber es war wirklich toll zu sehen, wie viel Spaß alle dabei hatten und mit welcher Kraft Songs wie „Atemlos“ und andere Schlagerhits angestimmt wurden 😛 . Auch der zweite Tag verging wie im Flug und endete dann mit der Verabschiedung von allen Beteiligten.

Insgesamt hat mir der Seitenwechsel sehr gut gefallen. Wir haben dadurch ein ganz anderes Berufsfeld kennen gelernt und konnten viel an Erfahrungen für uns persönlich mitnehmen. Ich denke, dass uns diese Erfahrungen sowohl im Umgang mit älteren Kunden als auch privat weiterhelfen werden.

Die Arbeit als Altenpfleger und Alltagsbegleiter ist zudem sehr anstrengend und nicht zu unterschätzen! Es ist nicht leicht, für jeden Bewohner Zeit zu finden, sich um ihn zu kümmern und dabei noch die ganzen anderen Aufgaben zu bewältigen. Wir waren uns nach dem Seitenwechsel einig, dass Pfleger viel mehr Wertschätzung und Respekt für ihre Arbeit verdient haben.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht? Könntet ihr euch einen Job als Pfleger vorstellen, oder würdet ihr eine Ausbildung als Bankkaufmann bevorzugen?

Bis bald – Euer Moritz

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